Juli 9th, 2007 Christoph Kern
(Universität GH Paderborn/Ausschreibungstext Blockseminar 17.7. - 21.7.07)
Malerei: OpenSource!
workshop.
Malerei -die westeuropäische- kann man getrost als eines der ältesten OpenSource*-Projekte betrachten. Der Quellcode eines Gemäldes steht bei Ansicht des Originals jedem Betrachter offen. Zwar bleibt das originale Werk geschützt, ein Kopierschutz jedoch existiert nicht. Jeder kann zu jeder Zeit,selbst über Jahrhunderte hinweg, die Werke anderer Künstler adaptieren. Sogar gänzlich kopieren ist erlaubt, wie die Kopisten der Kunstgeschichte belegen. Einzig die Unterschrift Rembrandt dürfte unter die ‘perfekte’ Rembrandtkopie nicht gesetzt werden.
Eine Kopieranleitung wird es im Seminar zwar nicht geben, wohl aber das Rüstzeug, das malerische Potential der Kunstgeschichte auszulesen. Im Mittelpunkt steht somit die Analyse von Werken alter Meister bis hin zu MalerInnen der Gegenwart und die unmittelbare Nutzung dieser Information für die eigene Arbeit.
Weitere Schwerpunkte der praktisch orientierten bildnerischen Auseinandersetzung im Seminar sind:
- -Entwicklung zeitgemäßer künstlerischer Strategien und individueller malerischer Konzeptionen
- -Herausarbeitung der spezifischen Qualitäten von Malerei im Vergleich zu anderen Medien.
- -Maltechnische Grundlagen (Pigmente, Bindemittel, Grundierung, Bildträger, etc.).
- -Einsatz technischer Hilfsmittel (Computer, Projektor, Fotografie) in der Malerei.
Die im Seminar entstehenden Arbeiten werden dabei auch immer wieder in einen kunsthistorischen Bezug gesetzt. Bildvorträge ergänzen diesen Kontext.
*Der Begriff OpenSource kommt ursprünglich aus der Welt der Programmierung und benennt den ungehinderten Zugang zu den Quellcodes einer Software und entsprechend die Entwicklung freier Software. Dieser Begriff wurde inzwischen auch in andere Wissensbereiche übernommen (wie zum Beispiel Wikipedia) und meint die Idee des öffentlichen und freien Zugangs zu Information. Auch der Gedanke lizenzfreier Musik steht in diesem Zusammenhang.
Ein ausgezeichneter Wortbeitrag zu diesem Themenkomplex ist bei J!Cast erschienen. Sehr hörenswert
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Februar 9th, 2006 admin
(Universität GH Paderborn/Ausschreibungstext Blockseminar 01.8. - 05.08.06)
Malerei eh und je. Zeitgemäße Strategien für die Malerei. Blockseminar.
Malerei unterscheidet sich sowohl in der Produktion als auch in der Rezeption von allen anderen Bildmedien. Malerei verarbeitet Zeit und steht dem Betrachter dennoch augenblicklich zur Verfügung. Zudem spannt sie inhaltlich wie formal einen enorm weiten Bogen. So unterschiedliche Positionen wie etwa colorfield painting und figurative Malerei stehen sich gleichberechtigt gegenüber, auch wenn sich der Marktfokus zeitweise der einen und dann der anderen Seite zuwendet. Die Verschiedenartigkeit der Ansätze macht notwendig, sie auf ihre Spezifika hin zu untersuchen. Die lange kunsthistorische Tradition dieses Mediums ist dabei sowohl Herausforderung als auch Orientierungsmaßstab.
Dieser bildnerischen Auseinandersetzung stellt sich das praktisch ausgerichtete Seminar mit folgenden Schwerpunkten:
Entwicklung zeitgemäßer künstlerischer Strategien für die Malerei. Förderung individueller, möglichst unterschiedlicher malerischer Konzeptionen. Herausarbeitung der spezifischen Qualitäten von Malerei im Vergleich zu anderen Medien.
Maltechnische Grundlagen
(Pigmente, Bindemittel, Grundierung, Bildträger, etc.). Einsatz technischer Mittel (Computer, Projektor, Fotografie) in der Malerei.
Die im Seminar entstehenden Arbeiten werden dabei auch immer wieder in kunsthistorischen Bezug gesetzt; Bildvorträge ergänzen diesen Kontext.
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Januar 9th, 2006 admin
(Universität GH Paderborn/Ausschreibungstext Blockseminar 06.03. - 10.03.06)
Diversität der Malerei. workshop.
Diversität steht in der Biologie für eine größere Überlebensfähigkeit der Artenvielfalt gegenüber der Monokultur. Ein Transfer zur bildnerischen Arbeit fällt leicht. Verwechseln darf man dabei keineswegs Vielfalt mit Beliebigkeit: Zwar ist dem westeuropäischen Verständnis von Malerei immanent, dass es beinahe so viele bildnerische Positionen wie MalerInnen zu geben scheint -nichtsdestoweniger folgen die tragfähigen künstlerischen Positionen ihrer eigenen inneren Logik. Retrospektiv wird diese dann gewöhnlich -nicht unbedingt ganz treffsicher- als persönlicher Stil charakterisiert.
Dem Anspruch der so beschriebenen Vielschichtigkeit in der Malerei stellt sich die praktische bildnerische Auseinandersetzung im Seminar mit folgenden Schwerpunkten:
Entwicklung zeitgemäßer künstlerischer Strategien für die Malerei.
Förderung individueller, möglichst unterschiedlicher malerischer
Konzeptionen. Herausarbeitung der spezifischen Qualitäten von Malerei
im Vergleich zu anderen Medien. Maltechnische Grundlagen (Pigmente,
Bindemittel, Grundierung, Bildträger, etc.). Einsatz technischer
Mittel (Computer, Projektor, Fotografie) in der Malerei.
Die im Seminar entstehenden Arbeiten werden dabei auch immer wieder in
einen kunsthistorischen Bezug gesetzt. Bildvorträge ergänzen diesen
Kontext.
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