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Neuigkeiten im Kerngebiet.

Text und Bild

Oktober 1st, 2006 Christoph Kern

050120-073036 Aquarell

Originally uploaded by Christoph Kern.

Ich verfolge nicht die Absicht, meine bildnerischen Arbeiten durch Texte zu ersetzen oder zu erklären. Aus strukturellen Überlegungen hervorgegangene gedankliche Positionen modifizieren vielmehr die bildnerische Herangehensweise. Zwischen den Polen gedanklicher Aufarbeitung changiert die Malerei und gehorcht ihren eigenen Regeln.
Grundsätze, die sich aus der Tradition der Malerei herausgebildet haben, und denen ich auch weiterhin mit bildnerischen Mitteln gerecht zu werden versuche.
Eine dieser Traditionen ist zum Beispiel, sich als Maler seine Anregungen aus der Natur zu holen; nicht um die Natur nachzubilden, sondern vielmehr um in der Nachbildung ihre Arbeitsweise zu verstehen.
Monet war so ein Maler, der gleichzeitig das Formpotential der Natur anzuzapfen verstand, als auch die Erscheinungsformen der Natur systematisierte. Ich versuche nun, meine Anregungen nicht mehr unmittelbar aus den direkten Seheindrücken von der Natur zu beziehen, sondern aus naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich mit dem strukturellen Aufbau natürlicher Entstehungsprozesse beschäftigen. Diese Arbeitsweise ermöglicht mir, die ganze Fülle verschiedenartiger Dimensionen, denen ich bei der Beschäftigung mit Kunst und anderen Wissensbereichen begegnete, in einem neuen Licht zu sehen und neu miteinander zu verflechten.

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Genetischer Algorithmus

August 19th, 2006 admin

Genetische Algorithmen (GA) sind Algorithmen, die eine Lösung zu einem nicht analytisch lösbaren Problem finden, indem sie “Lösungsvorschläge” solange verändern und miteinander kombinieren, bis einer dieser Vorschläge den gestellten Anforderungen entspricht.

[wikipedia.de]

Die malerischen Konzeptionen, die den Unterbau für die entsprechenden Bilder abgeben sollten, mußten von mir zunächst erst ausgearbeitet werden. Auf der Basis relativ wahllos erzeugter, spontaner Bildvariationen entwickelten sich langsam aktive Tendenzen, die bestätigt oder widerlegt, bewahrt oder vernichtet sein wollten. Auf diese Weise ließen sich eine Menge Schemata ausarbeiten, die durcheinandergemischt, abgeändert und ausprobiert werden konnten, bis sich erfolgversprechende Bildsequenzen herauskristallisierten. Sehr bemerkenswert fand ich auch meine Erfahrung, daß sich nahezu von jedem bildnerischen Ausgangspunkt aus eine genügend eigenartige Bildkonstellation finden ließ, die zumindest temporär der Feststellung wert war. >>

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Art of Painting

Juli 26th, 2006 admin

In painting, usually actual colors have to be applied to rectangular surfaces side by side or one layer over the other. The picture’s meanings depend on the method and technique into which this is done. Nothing else. The knowledge about this symbolizes a wide range of mind’s ability. My artistic interest now can be put as this: “How does painting work?”

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Iterationen

Juli 20th, 2006 admin

The German Duden(4) of 1983 defines iteration in mathematics as “a step-by-step method of calculation to achieve an ever closer approximation of the exact result.” I use the term iteration to mean the built-up of image formations which progress into ever more complex units by a continuous feed-back with previous formations and by constantly re-absorbing and re-including all that was before.

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Funktion von Bildbausatz

Juli 10th, 2006 admin

„Mit LEGO kann man alles bauen.“

So lautete der Werbeslogan des wichtigsten Spielzeuges meiner Kindheit. Schon damals faszinierte mich der modulare Charakter dieses Spielzeuges. In meiner bildnerischen Arbeit übernahmen auf ganz ähnliche Weise einfache geometrische Körper die Funktion eines modularen Bildbausteins. Zu Anfang der Entwicklung meines Bildsystem Bildbausatz benützte ich als bildnerischen Auseinandersetzungsgegenstand einfache Holzbauklötze aus dem Spielzeugladen. Später bei den Cubic Worlds begann ich, die Vorlagen für meine Bilder mit 3D-Konstruktionsprogrammen zu konstruieren. Am Computer werden Animationen erzeugt, die festlegen, auf welche Art- und Weise sich die Bildkörper durch den Bildraum bewegen, und welchen Transformationen, wie Form-, Textur und Beleuchtungsveränderungen sie ausgesetzt sind. Die auf diese Weise gewonnenen Bildkörperchoreographien dienen als Anweisungen, wie sich die Bilder durch die Malebenen verändern und sorgen für das notwendige Veränderungspotential in den zu malenden Bildern.

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